Johann Gottfried Herder (1744 - 1803)

- Gemälde von Anton Graf, 1884
Zehn Dinge, die du noch nicht wusstest über Herder:
- Herder war ein Vorkämpfer war für eine deutsch-slawische Verständigung. Ihm ging es immer um Europa – um die Welt!
- Er wurde genau um Mitternacht geboren und diese Tatsache kam ihm vor, als hätte diese Uhrzeit eine symbolische Bedeutung. Er empfand das Düstere, Schaurige und Feierliche als einen Grundton seiner Seele.
- Herder hatte in seiner Schulzeit einen Recktor namens Grimm, der keine Ferien duldete und jeden Tag, sogar samstags eine Schulzeit von 7 Uhr morgens bis 16 / 17 Uhr nachmittags abhielt.
- Als Herder seine Heimatstadt mit 18 Jahren verließ, um in Königsberg zu studieren, sah er seine Eltern nie wieder.
- Herder sollte eigentlich Chirurgie studieren, fiel aber bei der ersten Lektion, der er beiwohnte, in Ohnmacht. Er schrieb sich daraufhin ohne Erlaubnis der Eltern für Theologie ein.
- Die Sprache war der Hauptbestandteil seiner Untersuchungen. Herder war der erste, der die Sprache als schöpferischen Grund der Dichtung erkannte. Nichts ist zufällig an der Sprache, alles hat in ihr seinen Ort und seine Beziehung zu den menschlichen Sinnen und zum Lebensalter seines Volkes. Sprache muss man sehen in ihrem geschichtlichen Zusammenhang ihrer Zeit und Umgebung.
- Er lernte den fünf Jahre jüngeren, sehr selbstbewussten Goethe in Straßburg kennen, wo er sich einer Augenoperation unterziehen musste. Goethe wohnte der Operation bei, half ihm über öde Stunden hinweg, musste aber auch einen sehr launischen Herder ertragen.
- Herder hatte sieben Kinder, Goethe wurde Pate des zweiten Kindes, August.
- In Weimar hatte Herder nicht viel Glück. Sein Ansehen war nicht sehr hoch, er war eifersüchtig auf Goethe und dessen Stellung und war deswegen zeitweise sehr verstimmt. Zu Schiller hatte er ein eher kühles Verhältnis.
- Bei Streitigkeiten mit seiner Ehefrau schrieben sich die Eheleute Herder Briefe in ihrem eigenen Haus. Ihre Kinder setzen sie dabei als Postboten ein.






