Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

- Gemälde von Angelika Kauffmann, 1787
Zehn Geschichten, die du noch nicht wusstest über Goethe:
- Goethe war auch Politiker, Minister, er musste sogar eine Kriegskommission leiten.
- Goethe war zu seiner Zeit ein berühmter Mann, aber sein Aussehen war wenigen bekannt. So konnte er inkognito reisen, unter einem anderen Namen. Bei seiner ersten Harzreise gab er sich als Landschaftsmaler Johann Wilhelm Weber aus Gotha aus, auf seiner Reise nach Italien nannte er sich Johann Philipp Möller.
- Goethe sagte von sich selbst, er sei in der Naturkunde und Philosophie ein Atheist, in der Kunst ein Heide und dem Gefühl nach ein Christ.
- Seine Gedichte sind immer aus einer konkreten Begebenheit entstanden. „Was ich nicht lebte und was mir nicht auf den Nägeln brannte, habe ich auch nicht gedichtet oder ausgesprochen.“ Er hat Poesie geschrieben, um sich im Innern zwischen „himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt“ zu beruhigen.
- Goethes Werke umfassen in der Gesamtausgabe 133 Bände, und doch schrieb er eigentlich nicht gerne. Ihn ärgerte der Verlust der Zeit, in der er doch auch noch etwas anderes hätte tun können.
- Im Vergleich zu Schiller, der oft krank war, erscheint Goethe als der Gesunde mit großer Ausstrahlungskraft. Richtig ist: Goethe hat schwere lebensbedrohliche Krankheiten erlebt, die er immer überwinden konnte. Jede dieser Phasen führte zu einem mächtigen Schub in seiner Entwicklung zu einem neuen künstlerischen Werk oder Gedicht.
- Er hätte sogar beinahe seine Geburt nicht überlebt. Wohl durch eine Nabelschnurverschlingung und einen Fehler der damaligen Amme wurde das Baby beinahe tot geboren. Seine Großmutter und die Hebamme haben ihn wieder ins Leben gebracht, indem sie angeblich sein Herz mit Wein eingerieben haben.
- Erst nach 18 Jahren „wilder Ehe“ beschließt Goethe, seine Christiane zu heiraten. Entscheidend dafür soll ihre Rettungstat gewesen sein: Als die französischen Soldaten nach der Schlacht von Jena die Stadt Weimar und auch Goethes Gartenhaus plündern wollten, jagte Christiane die Soldaten kurzentschlossen aus dem Haus.
- Bei der Nachricht vom Tod seines Sohnes August in Rom zeigt Goethe nach außen kaum Rührung, schreibt in sein Tagebuch nur objektive Tagesplanungen. In Wahrheit erbricht er tagelang soviel Blut, dass er fast daran stirbt. Danach schreibt er die Himmelfahrtsszene des Faust und die klassische Walpurgisnacht in Faust 2.
- Dass seine berühmteste Dramenfigur Faust nach all seinen Verbrechen Am Ende doch noch in den Himmel aufgenommen wird, war für die Bildungsbürger und die Kirche lange unerträglich. Goethe ahnte das im Voraus und ließ deshalb Faust 2 versiegeln mit der Anweisung, das Manuskript erst nach seinem Tod zu öffnen.






